Projekte und Ausstellungen

Neben den Auftragsarbeiten verfolge ich immer auch eigene Projekte. So ist es immer wieder spannend für das jeweilige Thema eine passende Bildsprache zu entwickeln. Das kann nur gelingen, wenn man sich intensiv mit seinen Motiven auseinandersetzt. Dabei entsteht viel mehr als bloß Fotos – ich lerne viel über das, was mich umgibt und was mich bewegt. Und dies so in Bilder zu fassen, dass es auch für den Betrachter nachvollziehbar wird, treibt mich an.


Relevanz

Mein aktuelles Projekt  läuft unter dem Titel ‚Relevanz‘. Ab November stellt das Rochus-Hospital in Telgte Bilder aus dieser Porträt-Serie aus.

Bei dieser fotografischen Studie geht es um Gesichter, Hände und vor allem um das Sehen. Die Modelle sind aus meinem Freundes-, Verwandten- und Kollegenkreis und nicht zuletzt ehemalige Kurs­teilnehmer. – Diese stellen sich aber nicht einfach der Kamera oder dem Betrachter. Nein, sie verstecken einen Teil ihres Gesichts.

 

Was sieht man, wenn man weniger sieht. Was ist relevant?

Wo auf der einen Seite Informationen verloren gehen, kommen neue Informationen hinzu. Was sagt uns die Hand über den Menschen, zu dem sie gehört? Noch wichtiger erscheint mir die Frage, wie reagieren wir als Betrachter auf das Vorenthalten von Selbstverständlichem? Wie verändert sich unsere Wahrnehmung? Wie verändert das Nicht-Sehen das Sehen?

Das Projekt ‚Relevanz‘ ist von mir als ein offenes Projekt angelegt. Es wächst beständig mit neuen Einzelpersonen und ganzen Gruppen und so werden auch in Zukunft immer neue Aspekte und Perspektiven in das Projekt aufgenommen.


Inzwischen Dazwischen – die Oxford-Kaserne

Die Oxford-Kaserne in Münster-Gievenbeck war 2014/15 mein ganz persönliches Projekt. Von ersten Ideen bis zur Ausstellungseröffnung (Link zu den Westfälische Nachrichten) dauerte es 15 Monate. Bis zum Sommer 2015 hingen die Bilder im Fachwerk-Gievenbeck und konnten von vielen Münsteranern besichtigt werden. Dazu gibt es ein Buch mit vielen Bildern und begleitenden Texten.



Die Oxford-Kaserne steht mitten in Gievenbeck und ist in der Vergangenheit doch nie ein Teil des Stadtteils gewesen. Obwohl die Häuser zum Teil bis an die Mauern der Kaserne gebaut sind, ist es nach wie vor ein Ort, den kaum ein Münsteraner von innen her kennt. Als nun durch den Abzug der Briten die Neuplanung für das Gelände anstand, habe ich mich aufgemacht, dieses aus Zeit und Raum gefallene Areal fotografisch zu erkunden und augenscheinlich zu machen, was man nicht sehen konnte und (noch viel spannender) was man all die Jahre übersehen hatte.